Auf den Spuren der Vergangenheit

 

12. Jahrhundert

Im Zwickauer Umland entstanden im Schutze der Burgen von Schönfels, Stein, Hartenstein und Wildenfels Niederungs-, Wasser-, auch Turmhügelburgen, auch als Wall oder Wohl bezeichnet. Als erster Anlaufpunkt für die in Hessen, Franken und Thüringen angeworbenen Siedler errichtet, fanden Frauen und Kinder, mitgeführtes Nutzvieh und Geräte hier Unterschlupf. Arbeitsfähige waren mit der Nahrungssuche, dem Roden der Wälder und Urbarmachen des Bodens befasst. Alle Tätigkeiten dienten dem Gemeinwohl, was sich erst mit der Vergabe der Hufe durch den Lehnsherrn änderte. Gemeinsam wurde weiter die Erschließung betrieben, zielstrebig aber auf dem verliehenen Lehen die Grundlage für das bäuerliche Anwesen, dem Familienbesitz, geschaffen.

 

13. Jahrhundert

Aus Einzelgehöften entstanden im erschlossenen Umfeld neue Bauerngüter, und der Herr auf dem Rittergut war Mittelsmann zwischen der Herrschaft und den Siedlern. Meist war der Name des Ritters auch Anfang für die künftige Bezeichnung sich bildender Dörfer. So auch für unseren Heimatort. Als Wildenfelser Afterlehnsträger wird Heinrice de Rybinstorff zwischen 1224 und 1260 mehrfach in Urkunden erwähnt. Die Chronik befindet das Jahr 1254 als Gründungsjahr.

 

Die Namen unseres Heimatortes im Wandel
 

1254

Rybinstroff

- Heinrice de Rybistroff

1278

Reibesdorff

 

1314

Rywinstorf

- Henricus de Rywinstorf

1328

Reinhersdorf

- Dietrich von Reinhersdorf als Zwickauer Rat

1344

Rybanstorf

- nach Cuntze von Rybanstroff

1390

Rywinsdorf

- nach Anargk und Hannes - Herren zu Wildenfels

1403

Rybenstorf

- Graf Solms A., Sonnewalde NL

1490

Reymersdorf

 

1530

Reimsdorf

- nach Herrn von Neyda zu Wildenfels

1600

Reinsdorf

- bis in die Gegenwart

 
 

Modell einer Ringwall-Anlage

Das Modell einer Ringwallanlage um 1200.
Sie ist allerdings nur noch in Friedrichsgrün erhalten,
in Reinsdorf und Vielau wurde sie teilweise überbaut
 
 
Historia Diplomatica

Die Herrschaft Wildenfels, Lehen (Hufe) und Fronen um 1390.
 
 
Auszug aus der Kirchfärt für Reinsdorf und Pöhlau - 1602 - 1838

Alle Besitzfolgen der Reinsdorfer Lehen seit 1602 bis 1838, weiterverfolgt bis in die Gegenwart. Consignation - gefertigt auf hohen Befehl seiner Erl. Herrn Friedrich Magnus Grafen zu Solms Wildenfels von Pfarrer M. Blüher 1602 bis 1789, fortgeführt bis 1838 von Pfarrer F. Freitag.
 
 
Urkunde aus dem Jahre 1778

Als Beispiel die Vorlage für Übersetzung alter Handschriften aus privatem Besitz.

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