Sonderausstellung „Kaffee – Geschichte und Kultur“
Exponat der Woche
Trommelkaffeeröster
Es handelt sich um einen historischen Handkapsel- bzw. Trommelkaffeeröster (auch Röstmühle genannt) aus Eisen oder Gusseisen, der früher auf Kohle- oder Holzöfen betrieben wurde. Die rohen Kaffeebohnen wurden in die zylindrische Trommel gefüllt und über einer Feuerstelle oder auf der Herdplatte erhitzt. Über die Kurbel mit dem isolierten Griff wurde die Trommel kontinuierlich gedreht, damit die Bohnen gleichmäßig bräunten und nicht anbrannten. Solche manuellen Röster stammen meist aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert, als Kaffee oft noch grün gekauft und zu Hause selbst geröstet wurde.
Im 20. Jahrhundert, besonders in oder nach Kriegszeiten, wurde die private Kaffeeröstung erneut populär, denn gerösteter Bohnenkaffee wurde bis 1953 sehr hoch besteuert und war schlecht verfügbar. Rohkaffee hingegen war billig und wurde oft mit anderen Ersatzkaffees versetzt, um ein günstigeres Produkt zu erhalten.
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