+++  Ukrainehilfe - Reinsdorf hilft!  +++     
     +++  Tag des Bergmanns  +++     
     +++  Vielauer Kirmes 2022  +++     
     +++  Das Einwohnermeldeamt informiert - Kinderreisepass:  +++     
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Auskunft Grundsteuerreform 2022

Vorbereitung Grundsteuerreform

Öffentliche Aufforderung zur Abgabe der Feststellungserklärung ab Juli 2022

In den letzten Wochen haben die ersten Grundstückseigentümer die Information zur Feststellungserklärung des Grundsteuerwertes durch das zuständige Finanzamt Zwickau erhalten.

Zum Stichtag 1. Januar 2022 wird der Grundbesitz für Zwecke der Grundsteuer neu bzw. erstmals bewertet. Diese Werte werden ab dem 1. Januar 2025 als Grundlage zur Bemessung der Grundsteuer verwendet. Eine solche Entscheidung wurde durch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2018 notwendig, da die bisherige Einheitsbewertung nicht mehr den heutigen Verhältnissen entsprach.

 

Die Feststellungserklärung ist ab Freitag, dem 01.07.2022 bis Montag, den 31.10.2022 elektronisch über „Mein Elster“ einzureichen. In begründeten Fällen, kann die Erklärung auch in Papierform abgegeben werden. Die Formulare stehen laut Aussage des Finanzamtes Zwickau ab Mitte Juli zur Verfügung. Unter der zentralen Telefonnummer 0375/28368-9700, kann man diese beantragen oder auch noch offene Fragen klären. Ein begründeter Fall liegt vor, wenn man beispielsweise erst die Technik, wie einen PC oder Internetzugang, zur elektronischen Abgabe besorgen müsste oder man auch den Umgang damit nicht gewöhnt ist.

 

Video zur Grundsteuerreform

 

 

Was genau muss in der Feststellungserklärung angegeben werden?
 

Wichtig: das Aktenzeichen (auch Einheitswertaktenzeichen genannt - 17-stellig ohne Schrägstriche).

Außerdem müssen alle Eigentümer benannt werden. Dabei sind neben Namen, Geburtsdatum und Adresse auch die Steuernummer und die Identifikationsnummer mitzuteilen. Wenn Sie nicht Alleineigentümer des Grundstücks sind, stimmen Sie sich mit den anderen Eigentümern über die Abgabe der Feststellungserklärung ab.

 

Eigentümer von nicht bebauten Grundstücken geben die Adresse des Grundstücks, einzelne Grundbuchdaten (Grundbuchblatt, Gemarkung, Flurstücksnummer), Grundstücksfläche und den Bodenrichtwert an.

 

Eigentümer von Wohngrundstücken (hierzu zählen auch Eigentumswohnungen) geben die Adresse des Grundstücks, einzelne Grundbuchdaten (Grundbuchblatt, Gemarkung, Flurstücksnummer), die Grundstücksfläche, den Bodenrichtwert, die Wohnfläche, die Immobilienart (z. B. Ein- oder Zweifamilienhaus, Eigentumswohnung), die Anzahl der (Tief-)Garagenstellplätze und das Baujahr des Gebäudes an, ggf. das Jahr einer Kernsanierung oder Abbruchverpflichtung.

 

Eigentümer von Grundstücken, die nicht zu mehr als 80% zu Wohnzwecken dienen (z. B. Geschäftsgrundstücke) geben die Adresse des Grundstücks, einzelne Grundbuchdaten (Grundbuchblatt, Gemarkung, Flurstücksnummer), die Grundstücksfläche, den Bodenrichtwert, die Immobilienart (z. B. Geschäftsgrundstück oder gemischt genutztes Grundstück), die Gebäudeart(en), die Bruttogrundfläche des Gebäudes bzw. der Gebäude sowie das Baujahr an, ggf. das Jahr einer Kernsanierung oder Abbruchverpflichtung.

 

Eigentümer von land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen geben die Lage des Betriebs bzw. die Adresse des Grundstücks, einzelne Grundbuchdaten (Grundbuchblatt, Gemarkung, Flurstücksnummer/n), Grundstücksfläche, die Fläche der jeweiligen Nutzung, die Nutzungsart (z. B. landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich, Weinbau etc.), die Bruttogrundfläche der Wirtschaftsgebäude sowie (u. a. bei landwirtschaftlicher Nutzung) die Ertragsmesszahl an. Gegebenenfalls sind auch Angaben zum Tierbestand und bei Fischzucht in fließenden Gewässern die Durchflussmenge des Gewässers erforderlich.

 

Hinweis: Grundsätzlich brauchen Sie keine Belege mit Ihrer Feststellungserklärung einzureichen. Sollte das Finanzamt Angaben oder Belege von Ihnen benötigen, wird es sich bei Ihnen melden.

 

Wo finde ich die Daten, die ich in der Feststellungserklärung angeben muss?

 

In Ihrem Grundbuchauszug finden Sie die Adresse bzw. Lage des Grundstücks, das Grundbuchblatt, die Gemarkung, die Flurstücksnummer sowie die Grundstücksfläche. Ab dem 1. Juli 2022 finden Sie die Angaben zur Adresse bzw. Lage des Grundstücks, Gemarkung, Flurstücksnummer und Grundstücksfläche auch im kostenfrei zugänglichen Grundsteuerportal Sachsen.

 

Grundstücke des Grundvermögens:

 

Den Bodenrichtwert können Sie ab dem 1. Juli 2022 ebenfalls im Grundsteuerportal Sachsen recherchieren.

Angaben zu den Wohn- und Nutzflächen bzw. zur Bruttogrundfläche und zur

Anzahl der (Tief-)Garagenstellplätze finden Sie z. B. in Ihren Bauunterlagen oder dem Mietvertrag.

Angaben zum Baujahr und ggf. dem Jahr der Kernsanierung finden Sie ebenfalls in Ihren Bauunterlagen.

 

Land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen:

 

Die Bruttogrundfläche der Wirtschaftsgebäude finden Sie z. B. in Ihren Bauunterlagen oder ggf. im Pachtvertrag.

Die Ertragsmesszahl können Sie ab dem 1. Juli 2022 im Grundsteuerportal Sachsen recherchieren. Die Durchflussmenge, die Sie nur bei Fischzucht in fließenden Gewässern benötigen, können Sie bei der zuständigen Wasserbehörde erfragen.

 

Stand: 16.06.2022

 

Abgabe der Erklärung ab 1. Juli 2022

 

Die Erklärung können Sie über ELSTER ab dem 1. Juli 2022 kostenlos und elektronisch abgeben. Dafür benötigen Sie ein Benutzerkonto. Sofern Sie noch kein solches Konto besitzen, können Sie es bereits jetzt beantragen. Sollten Sie bereits ein Benutzerkonto besitzen, das Sie z. B. für Ihre Einkommensteuererklärung benutzen, können Sie es auch für die Grundsteuer verwenden. Sie können über ELSTER Feststellungserklärungen auch für eine andere Person (z. B. in Betreuungsfällen, für die Eltern usw.) übermitteln. Sie müssen für diese Person keine zusätzliche Registrierung in ELSTER vornehmen.

 

Informationen zum ELSTER-Portal finden sie unter: www.elster.de

 

Das Finanzamt setzt den Grundsteuerwert und den Grundsteuermessbetrag fest. Nach Vorliegen der neuen Grundsteuermessbeträge (voraussichtlich Ende 2023/ Anfang 2024) können sich die sächsischen Gemeinden mit der »neuen« Grundsteuer auseinandersetzen. Sie werden prüfen, ob sie ihre Hebesätze anpassen müssen. Anschließend werden sie die neuen Grundsteuerbescheide versenden. Die neu berechnete Grundsteuer ist dann ab dem 1. Januar 2025 zu zahlen.

 

Einzelanfragen zur künftigen Grundsteuerhöhe kann ihre Stadt oder Gemeinde derzeit nicht beantworten. Die Städte und Gemeinden können die Hebesätze für das Jahr 2025 erst festsetzen, wenn hierfür die Messbeträge der Grundstücke im Gemeindegebiet vorliegen. Voraussichtlich können die erforderlichen Entscheidungsprozesse somit erst im 2. Halbjahr 2024 begonnen werden.

 

Informationen zur Grundsteuerreform in Sachsen finden Sie unter: www.grundsteuer.sachsen.de

 

oder Sie wenden sich direkt an das Finanzamt Zwickau unter:

 

Telefon: +49 375 28368-9700.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Reinsdorf
Do, 23. Juni 2022

Bild zur Meldung

Weitere Meldungen