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Auf ein Wort

Mit großen Schritten nähern wir uns der Jahresmitte 2026. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass unsere Welt vor erheblichen geopolitischen und geoökonomischen Herausforderungen steht. Deren Auswirkungen sind in Europa, in unserem Land, im Freistaat Sachsen und bis hinein in unsere Gemeinde spürbar.


Oft entsteht der Eindruck, dass unser Leben von einer Abfolge von Krisen geprägt ist und sich die Zeit immer schneller bewegt. Gleichzeitig leben wir in einem Land mit hohem Wohlstand. Die großen Herausforderungen der Zukunft, die von einer zunehmend dynamischen Entwicklung geprägt sind, müssen wir gemeinsam bewältigen.

 

Wirtschaftliche Stärke ist das Fundament unseres Gemeinwesens. Sie ermöglicht einen funktionierenden Sozialstaat, einen handlungsfähigen Rechtsstaat und eine lebendige Demokratie.


Demokratie lebt vom Mitgestalten und vom Dialog. Sie braucht Zeit, Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Am vergangenen Wochenende durften wir Gäste aus unserer Partnergemeinde Flaxweiler im Großherzogtum Luxemburg sowie aus unserer befreundeten Gemeinde Hoghilag in Rumänien bei uns begrüßen.


Im Mittelpunkt stand das Thema „Europa - Der Geist von Schengen“, das unsere Begegnungen und Gespräche begleitet hat.


Europa ist ein Friedensprojekt, das durch offene Grenzen, den freien Austausch und einen gemeinsamen Wirtschaftsraum verbunden wird.


Die Stärke Europas wird heute mehr denn je gebraucht. Unsere Partnerschaften und die Begegnungen zwischen den Menschen sind ein herausragendes Beispiel für den europäischen Gedanken, den wir auch künftig mit Leben erfüllen wollen.


Auch unsere Gemeinde steht vor der Aufgabe, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen und zugleich die hohe Lebensqualität sowie die gut ausgebaute soziale und technische Infrastruktur zu sichern. 

 

Unseren Wohlstand zu erhalten, bleibt dabei eine zentrale Aufgabe.


Nach Jahren wirtschaftlichen Wachstums und vergleichsweise guter finanzieller Rahmenbedingungen haben Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit inzwischen höchste Priorität. Dazu müssen auch wir unseren Beitrag leisten. 

 

Im April 2026 hat der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung beschlossen, den ursprünglichen Hebesatz von 450 Prozent für die Grundsteuer B wieder festzusetzen. 

 

Mit dieser Entscheidung möchten wir vermeiden, andere Belastungen für unsere Bürgerinnen und Bürger einzuführen. Deshalb sollen in unserer Gemeinde weder Straßenausbaubeiträge noch eine Straßenreinigungssatzung erhoben oder die Straßenbeleuchtung in den Nachtstunden abgeschaltet werden.

 

Ich möchte Sie ermutigen, sich mit ehrenamtlichem und bürgerschaftlichem Engagement einzubringen. Gemeinsam können wir Verantwortung übernehmen und die Zukunft unserer Gemeinde aktiv gestalten.


Für unsere Lebensqualität werden uns auch in diesem Jahr zahlreiche Feste und Jubiläen begleiten.


Das 150-jährige Bestehen der Schützengesellschaft, 140 Jahre Feuerwehr Reinsdorf, 100 Jahre Fußball in Reinsdorf, 10 Jahre Kindertagesstätte „Anne Frank“, 50 Jahre Kegelanlage Friedrichsgrün sowie 20 Jahre Sanierungsbeginn am Herrenhaus sind dafür herausragende Beispiele.


Nutzen wir diese Festivitäten für Begegnungen, für Gemeinschaft und für den Austausch zwischen den Menschen.


Feiern wir gemeinsam und gehen wir mit Zuversicht, Lebensfreude und Tatkraft in die Zukunft.


Glück Auf!


Steffen Ludwig
Bürgermeister

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Reinsdorf
Mi, 03. Juni 2026

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